Deutsches Resilienz Zentrum

Das Deutsche Resilienz Zentrum (DRZ) ist eine 2014 gegründete, fachübergreifende und wissenschaftlich eigenständige Betriebseinheit der Universitätsmedizin Mainz, die sich die Erforschung der Resilienz, also der Fähigkeit zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung psychischer Gesundheit nach oder während stressvollen Lebensereignissen, zum Ziel gesetzt hat.

Seit Mitte des Jahres 2017 fördert das DRZ auch im Kontext der Arbeits-, Organisations-, und Wirtschaftspsychologie, unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Thomas Rigotti zwei Projekte, die wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen.

Für mehr Informationen rund um das DRZ folgen Sie diesem Link:

https://www.drz.uni-mainz.de/


Resilience in Coping with Daily Work-Related Hassles

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Kulur in Rheinland-Pfalz
Deutsche Resilienz Zentrum (DRZ)

08/2017-05/2020

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Rigotti | Dr. Anja Baethge | M.Sc. Miriam Schilbach

Stressoren am Arbeitsplatz stellen einen bedeutenden Risikofaktor für das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistung einzelner Mitarbeiter/innen dar. Sie können zur Entwicklung psychischer Einschränkungen führen, welche wiederum langfristige Folgen wie die Frühverrentung nach sich ziehen. Die im Einzelfall beobachtbaren, stressbedingten Konsequenzen variieren stark und werden erheblich von der individuellen Resilienz determiniert, wobei Resilienz in diesem Kontext als ein multifaktorielles Konstrukt verstanden wird, das zur Aufrechterhaltung psychischer Gesundheit trotz einer Risikoexposition beiträgt.

Das Projekt widmet sich daher der Erforschung von Wechselwirkungen zwischen Arbeits- und Individualmerkmalen als Prädiktoren der Resilienz im Lebensumfeld von Arbeitnehmern/innen. Neben verschiedener Persönlichkeitseigenschaften werden auf individueller Ebene auch die Bewertung von sowie der Umgang mit den Stressoren berücksichtigt. Dies gewährleistet einen umfassenden Einblick in den arbeitsbezogenen Resilienz-Prozess.

Um die beschriebenen Inhalten zu untersuchen, sind eine Tagebuchstudie sowie eine längsschnittliche Untersuchung geplant. Das gewählte Studiendesign ermöglicht es Aussagen über den, aktuell noch weitestgehend unbekannten, zeitlichen Verlauf von stressbedingten Folgen, Erholung und Resilienz zu treffen.

Ziel der Studie ist es daher zu verstehen, wie Personen- und Arbeitsmerkmale miteinander und über die Zeit hinweg interagieren, und so zur Entwicklung bzw. Aufrechterhaltung individueller Resilienz beitragen.


Creating Resilience in Educational Contexts (CARE)

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Kulur in Rheinland-Pfalz

Deutsche Resilienz Zentrum (DRZ)

06/2017-04/2018

Projkektteam: Prof. Dr. Thomas Rigotti | M.Sc. Miriam Arnold

Burnout, Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit und Frühverrentung sind viel diskutierte Themen im Zusammenhang mit dem Beruf von Lehrerinnen und Lehrern. Allerdings fokussieren Untersuchungen häufig auf die Suche nach den Ursachen im Bereich der spezifischen Arbeitsbelastungen, die der Lehrer-Beruf mit sich bringt. In diesem Projekt hingegen sollen vielmehr diejenigen Faktoren untersucht werden, die vor negativen Folgen der Belastung schützen können. So ist zu erwarten, dass eine unterstützende Schulleitung, die gesundheitsförderliches Führungsverhalten zeigt ein solcher Schutzfaktor ist. Daneben werden aber auch die soziale Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen und die individuelle Resilienz der Lehrerin oder des Lehrers betrachtet, also die persönlichen Strategien, um mit den Belastungen am Arbeitsplatz umzugehen.

In der ersten Studie „Jump into school“ werden Antworten auf die Frage gesucht, was Referendare/Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst während Ihres Einstiegs in die berufliche Praxis stärkt? Während des ersten halben Jahres findet die kritische Phase der Sozialisation statt, daher werden die Referendare während dieser Zeit drei Mal mit einem Fragebogen befragt. Es soll untersucht werden, welche Aspekte an der Ausbildungsschule den Einstieg erleichtern und wie die Resilienz der zukünftigen Lehrkräfte diesen Prozess unterstützt.

Für diese Studie suchen wir aktuell Referendare, die zu Beginn des Jahres 2018 in ihren Vorbereitungsdienst starten. Hier geht es zur Homepage der Studie:

www.jump-into-school.de

In einer weiteren Studie ist geplant, die Gesundheit von Lehrkräften genauer zu betrachten und in Zusammenhang zu setzen mit dem Führungsverhalten der Schulleitung. Auch hier werden individuelle Ressourcen der Lehrkräfte, sowie allgemeine Ressourcen, wie z.B. das Schulklima mit einbezogen.

Auch für diese Studie suchen wir nach teilnehmenden Schulen. Die Befragung wird im Schuljahr 2018/19 stattfinden. Melden Sie sich bei Interesse gerne bei Miriam Arnold.